Der Naturpark Arnsberger Wald

http://www.naturparke.de/parks/3

 

Vortrag Willi Hecker (Ortsheimatpfleger) am 28.11.15 Weihnachtsmarkt Allagen:

Als Sichtigvorer bin ich durch die geplanten Windkraftanlagen im Arnsberger Wald besonders alarmiert, weil die Vorrangzone fast die Hälfte des Sichtigvorer Waldes uns nimmt. Die Allager vorgesehene Waldfläche ist zwar noch größer, geht aber nicht so an die Substanz, weil die Allager Waldmark insgesamt gewaltig groß ist.

Ich möchte aber den Arnsberger Wald als Ganzes in den Blick rücken, welchen Wert und welche Bedeutung er für uns hat und was wir durch die unausweichlichen Zerstörungen in ihm auf immer verlieren würden. Der Arnsberger Wald ist eines der größten noch zusammenhängenden Waldgebiete Deutschlands. Die zusammenhängende Größe ist allein schon von Wert, nicht nur für die Tier- und Pflanzenwelt, sondern auch als besonderer Erlebnisraum für die Menschen.

Der Arnsberger Wald prägt aber auch entscheidend unser persönliches Landschaftsbild. Im Bild von der Heimat, das wir mehr gefühlt als bewusst in uns tragen, spielt der Wald eine Hauptrolle.
Dabei bietet sich dieses Waldgebirge frei am nördlichen Rand des Sauerlandes liegend auch noch besonders schön und beeindruckend dar. Mitten im Land der 1.000 Berge wäre der Arnsberger Wald in seiner von der Haar erlebbaren Einmaligkeit kaum wahrnehmbar.

Wer von der Haar auf das langgezogene Waldmeer gegenüber schaut, dem sollte bewusst sein, dass der Arnsberger Wald auch noch die geographische Grenze zweier mitteleuropäischer Großlandschaften – dem Rheinischen Schiefergebirge, zu dem das Sauerland gehört, und der norddeutschen Tiefebene – markiert. Nirgends eindrucksvoller ist die Grenze zwischen dem von der Eiszeit eingeebneten Tiefland und dem bewaldeten Mittelgebirge als hier auf der Haar mit dem Blick in die münstersche Bucht und dann auf den Grenzriegel des Arnsberger Waldes. Genau hier stoßen auch unterschiedliche erdgeschichtliche Welten aufeinander: Der glattgestrichene Rücken der Haar ist angehobener Meeresboden der Kreidezeit, 90 Millionen Jahre alt. Geht unser Blick nach Süden auf den Arnsberger Wald, schauen wir auf eine schon im Karbon vor 350 Millionen Jahren aufgebaute Berglandschaft, das Deutsche Mittelgebirge. Ich möchte behaupten, dass es in Deutschland kaum eine bessere Sicht auf die Grenze dieser beiden Großlandschaften gibt, als von der Haar aus auf den Arnsberger Wald.

Das alles würde uns genommen, wenn sich aus dem Wald heraus gigantische weiße Windräder über den Kamm des Arnsberger Waldes hin in die Lüfte erheben. Unter den 200 Meter hohen zappelnden Windrädern würde dieser Wald erschreckend unbedeutend wirken, ein erbärmliches Bild bieten.

Ich will jetzt gar nicht wiederholen, was damit alles verloren wäre, aber die Folgen allein dieser optischen und ästhetischen Beeinträchtigungen sind schon Grund genug, sich gegen Windkraft im Arnsberger Wald zu stemmen.

Was darüber hinaus die Windkraftanlagen an Schäden im Wald selbst an Boden, Pflanzen, Tieren, Quellen u.v.m. anrichten, will ich an dieser Stelle erst gar nicht aufführen. Ich möchte nur noch an einen Punkt erinnern: Wird unsere jetzige gefühlsmäßige Einstellung zum Wald nicht stark getrübt sein, wenn wir wissen, dass wir nach ein paar hundert Metern Waldspaziergang auf eine Zone von Beton, Technik und unvermeidlicher Naturzerstörung stoßen? Finden wir dann noch in den verbliebenen Waldgürteln unserer Dörfer die frühere Geborgenheit, den Zauber des Waldes, das Naturerlebnis?

Windräder im Arnsberger Wald wirken zerstörerisch auf das Lebens- und Heimatgefühl der Menschen hier, sie nehmen ihnen den wesentlichsten Bestand von dem, was sie als Heimat empfinden.

Mit der zusätzlichen Warnung, dass auch den Besuchern und Gästen unserer Heimat – und dem deutschen Landschaftsbild allgemein – ein reizvoll schönes und bedeutendes Stück Natur für immer verloren ginge, möchte ich die Ablehnung jeglicher Windkraft im Arnsberger Wald noch einmal bekräftigen.

„Alternative Energiegewinnung ist unsinnig,
wenn sie genau das zerstört,
was man eigentlich durch sie bewahren will:
DIE NATUR“

Bergsteigerlegende Reinhold Messner

Meuth

Rettet den Arnsberger Wald: Keine Windkraftanlagen in geschlossenen Waldgebieten
Eine Stellungnahme des Kreisheimatbundes Soest

VerdienstProfStichmann

 

 

NS.  Herrn Prof. Dr. Wilfried Stichmann wurde am 18.1.2017
der Verdienstorden des Landes NRW verliehen.
Die Bürgerinitiative gratuliert von ganzem Herzen.

Eine Stellungnahme des Heimatvereins Möhnesee zum Arnsberger Wald:

www.heimatverein-moehnesee.de/stellungnahme-des-heimatvereins/

 

Stellungnahme Sauerländer Heimatbund zur Beeinträchtigung des Landschaftsbildes

Stellungnahme des Sauerlaender Heimatbundes Reg Plan Energie

 

 

 

Thema: Sauerlandstraße (Niederbergh.-Hirschberg) Zerschneidung

Leserbrief J.Meuth im Orginal mit Foto

 

Thema: Verbrauch Waldfläche

lt. Spezifikation Zuwegung und Kranstellfläche der E-141 EP4 gibt es 4 Optionen zur Platzierung der Kranstellflächen, die aber alle letzen Endes die gleiche Endfläche haben. Die Flächen haben rechteckige Form, am Ende einen Halbkreis für den Turm und einer Erdaushubfläche hinter dem Turm. Je nach Örtlichkeit ist mit weiteren Flächen für 45°-Böschungen zu rechnen. Pro Anlage ergibt sich eine Fläche von rund 7.000 m², also 0,7 ha, die quantitativ in etwa der Fläche eines internationalen Fußballfeldes (68x105m) entspricht . Bei 15 Anlagen sind das 10,5 ha, also rund 10 ha.

Dazu kommen noch verbreiterte Zuwegungen vor dem Platz für die Kranauslegermontage. Das „mehr“ zur normalen Zuwegung beträgt beträchtliche 1.400 m². 

Wer es genau wissen will, hat die Möglichkeit in der 37-S-langen Broschüre nachzulesen: https://kreis-borken.de/fileadmin/.../1574_2016_4.7_Zuwegung-Kranstellflaeche.pdf

Somit kommen wir auf rund 8.500 m² (0,85 ha) pro Anlage und rund 13 ha insgesamt für den Windpark.

Es könnte auch noch eine Logistikfläche von 6000 m² für den gesamten Windpark hinzukommen.

        

Ansichten Google Earth Arnsberger Wald mit

Windenergieanlagen

Ansicht von Hirschberg

von Warstein Romecke

 

 

 

 

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Wichtig!

Die Windparkplaner haben auf ihrer Internetseite mehrere Ortsansichten durch ein Vermessungsbüro visualieren lassen.
Dazu folgender Link:
https://www.windpark-rennweg.de/Plangebiete-und-Visualisierung

Klickt man dann auf die einzelnen Aufnahmestandorte, werden die
bisher nie zuvor gekannten Dimensionen der Anlagen drastisch vor Augen geführt.

 

Rasche u. Blöming_0001

 

 

Remmel zu Naturpark_NEW Grüner Umweltminister in NRW:

"Natur ist Heimat. Und jeder dieser wertvollen Naturräume ist ein Schatz vor unserer Tür. Denn sie dienen nicht nur der Erholung der Menschen im Land. Sie sind auch Garanten für die biologische Vielfalt in NRW. .....Dieses wertvolle Naturerbe gilt es für heutige und kommende Generationen zu schützen, damit es erlebbar bleibt."

So lauten hohle Marketing-Floskeln des windigen Grünen Noch-Umweltministers Remmel. Seiner Regieführung ist es jedoch zuzuschreiben, daß

  • auf der Grundlage unvollständiger Daten die Regionalplanung in Arnsberg 18.000 ha Fläche für Windparks zu verplanen hatte. Keine Landesregion hatte dabei mehr Flächen auszuweisen! Keine Landesregion hatte mehr Einwände zur Folge: es waren 20 019!
  • ein extremer Druck auf Gemeinden, unterstehende Behörden und vor allem auf die Waldflächen ausgeübt wird.
  • Naturschutz nur noch unter juristischen Aspekten gesehen wird, mit dem Ziel möglichst schnell möglichst viele Windanlagen zu genehmigen.
  • über die Standorte einzelner(!) Windkraftanlagen jetzt die Umweltverträglichkeitsprüfung und Gerichte entscheiden sollen, obwohl Windparkstandorte als Ganzes bereits eine Fehlplanung sind.
  • Als wenn all dies noch nicht reichen würde, läßt er in eigener Sache noch die Unternehmensberatung „Energieagentur NRW“ zur Requirierung von Investoren los, obwohl Waldeigentümern bereits Pachtsummen von 70.000 € pro Windkraftstandort und Jahr in Aussicht stehen.

 

 

Klimaschutz-und-Naturschutz

 

Beispiel für gigantische Naturzerstörung
BI Kaufunger Wald  Bürger gegen die Errichtung von Windgiganten
im Kaufunger Wald

http://kaufunger-wald.de/